Keratosen entfernen – Behandlungsübersicht
| Behandlungsmethode | Behandlung mit photodynamischer Therapie |
| Einsatzmöglichkeiten | Gesicht, Dekolleté, Unterarm, Handrücken |
| Behandlungsdauer | Je nach Behandlungsareal |
| Nachsorge | Behandelte Areale sollten in den ersten 3 Monaten vor direktem Sonnenlicht geschützt werden, kein Auftragen von kosmetischen Cremes |
Was ist eine aktinische Keratose?
Eine aktinische Keratose ist eine Hautveränderung, die durch jahrelange Sonneneinstrahlung entsteht. Sie gilt als Frühform des weißen Hautkrebses, das heißt: Wird sie nicht behandelt, kann sich daraus mit der Zeit weißer Hautkrebs entwickeln.
Sichtbar wird eine aktinische Keratose meist als raue oder leicht verhornte Stelle, die sich wie feines Schmirgelpapier anfühlt.
Typischerweise treten aktinische Keratosen an Körperstellen auf, die über viele Jahre der Sonne ausgesetzt waren:
- Gesicht (Stirn, Nase, Wangen, Ohren, Unterlippe)
- Kopfhaut, vor allem bei Männern mit lichtem Haar oder Glatze
- Hals und Dekolleté
- Handrücken und Unterarme
Da aktinische Keratosen meist keine Beschwerden verursachen, werden sie häufig erst spät bemerkt. Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge ist daher wichtig, um die Entstehung von weißem Hautkrebs zuverlässig zu verhindern.
Symptome: Aktinische Keratose erkennen
Aktinische Keratosen entwickeln sich meist langsam und verursachen in der Regel keine Schmerzen, genau das macht sie tückisch. Viele Betroffene halten die Hautveränderungen zunächst für harmlose Trockenheit oder eine kleine Schuppung. Erst bei genauerem Hinsehen oder Tasten fallen die typischen Merkmale auf. Ein häufiges Begleitsymptom von aktinischer Keratose kann allerdings Juckreiz sein.
Folgendes Aussehen ist charakteristisch für eine aktinische Keratose:
- Raue, schuppige Hautstellen: Die betroffenen Areale fühlen sich an wie feines Schmirgelpapier, oft besser tast- als sichtbar.
- Verhornungen und Krusten: Es können sich festsitzende Hornschichten bilden, die nach dem Ablösen immer wieder nachwachsen.
- Farbliche Veränderungen: Die Haut erscheint bei einer Keratose an den betroffenen Stellen rötlich, hautfarben, gelblich oder bräunlich, bei der pigmentierten aktinischen Keratose auch dunkelbraun.
- Scharfe Begrenzung: Die Veränderungen sind meist klar von der umliegenden Haut abgegrenzt und wenige Millimeter bis etwa zwei Zentimeter groß.
- Empfindlichkeit: In manchen Fällen jucken oder brennen die Stellen leicht oder bluten bei Berührung.
- Mehrere Herde gleichzeitig: Aktinische Keratosen treten häufig nicht einzeln, sondern in Gruppen auf einer flächig sonnengeschädigten Hautregion auf.
Ablauf: Behandlung der aktinischen Keratose
Da sich aus einer aktinischen Keratose das Anfangsstadium von weißem Hautkrebs entwickeln kann, sollte jede diagnostizierte Stelle behandelt werden. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt von Anzahl, Größe, Lage und Beschaffenheit der Hautveränderungen sowie vom individuellen Hautbild ab.
Photodynamische Therapie (PDT)
Bei flächigen oder mehrfach auftretenden Keratosen ist die photodynamische Therapie besonders wirksam. Dabei wird zunächst eine spezielle Creme aufgetragen, die sich gezielt in den veränderten Zellen anreichert und sie lichtempfindlich macht. Anschließend wird das Areal mit einer medizinischen Lichtquelle bestrahlt, wodurch die geschädigten Zellen gezielt zerstört werden – das gesunde Gewebe bleibt weitgehend unberührt. Die PDT eignet sich besonders gut für sichtbare Stellen wie Gesicht oder Kopfhaut, da sie ein sehr gutes ästhetisches Ergebnis liefert.
Operative Entfernung (Exzision)
Besteht der Verdacht, dass aus einer aktinischen Keratose bereits ein Plattenepithelkarzinom entstanden sein könnte, wird die Stelle unter örtlicher Betäubung herausgeschnitten. Das entnommene Gewebe wird anschließend im Labor histologisch untersucht, um eine bösartige Veränderung sicher auszuschließen oder zu bestätigen.
Risikofaktoren für aktinische Keratose
Hauptursache der aktinischen Keratose ist die langjährige und intensive Belastung der Haut durch UV-Strahlung. Die Schäden am Erbgut der Hautzellen sammeln sich über Jahrzehnte im sogenannten „Lichtkonto“ der Haut an – irgendwann reagieren die Zellen mit den typischen Veränderungen. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, im Laufe des Lebens an einer aktinischen Keratose zu erkranken, zusätzlich.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
- Heller Hauttyp: Menschen mit hellem Teint, blonden oder roten Haaren und blauen oder grünen Augen sind besonders anfällig, da ihre Haut weniger Pigment zum Schutz vor UV-Strahlung bildet.
- Fortgeschrittenes Alter: Da sich die UV-Schäden über Jahrzehnte summieren, treten aktinische Keratosen vor allem ab dem 50. Lebensjahr auf.
- Häufige Sonnenbrände: Vor allem Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend hinterlassen langfristige Spuren in der Haut.
- Solariumnutzung: Künstliche UV-Strahlung wirkt genauso schädigend wie natürliche Sonnenstrahlung und erhöht das Risiko zusätzlich.
- Geschwächtes Immunsystem: Patient:innen nach Organtransplantationen oder mit immunsuppressiver Therapie entwickeln häufiger und schneller aktinische Keratosen.
Das Risiko für aktinische Keratose senken
Da UV-Strahlung der entscheidende Auslöser ist, lässt sich das Risiko für eine aktinische Keratose durch konsequenten Sonnenschutz deutlich reduzieren. Wichtig ist, die Haut nicht nur im Sommerurlaub, sondern das ganze Jahr über zu schützen.
Folgende Maßnahmen helfen, das Risiko zu senken:
- Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor
- Mittagssonne meiden
- Schützende Kleidung
- Verzicht auf Solarien
- Regelmäßige Hautkontrollen
Häufige Fragen zur aktinischen Keratose
Wie sieht aktinische Keratose aus?
Eine aktinische Keratose zeigt sich als raue, schuppige Hautstelle, die sich wie feines Schmirgelpapier anfühlt. Sie kann hautfarben, rötlich, gelblich oder bräunlich sein und ist oft besser zu ertasten als zu sehen. Typisch sind festsitzende Verhornungen, die nach dem Ablösen immer wieder nachwachsen.
Was hilft gegen aktinische Keratose?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aktinische Keratose zu behandeln. Sie kann durch Kältetherapie (Kryochirurgie), photodynamische Therapie oder operative Entfernung behandelt werden. Welche Methode geeignet ist, hängt von Größe, Anzahl und Lage der Stellen ab. Konsequenter Sonnenschutz hilft, neuen Veränderungen vorzubeugen.
Wo tritt aktinische Keratose am häufigsten auf?
Besonders betroffen sind die sogenannten Sonnenterrassen des Körpers, also Hautstellen, die jahrelang intensiver UV-Strahlung ausgesetzt waren. Vor allem tritt die aktinische Keratose hier auf: Gesicht, Nase, Lippe, Handrücken, Kopfhaut (besonders bei Glatze), Ohren, Hals, Dekolleté und Unterarme.