Was ist weißer Hautkrebs?
Weißer Hautkrebs (auch heller Hautkrebs genannt) ist die weltweit häufigste Krebserkrankung. Im Gegensatz zum gefährlicheren schwarzen Hautkrebs (Melanom) bildet der weiße Hautkrebs seltener Tochtergeschwulste (Metastasen), kann aber das umliegende Gewebe zerstören, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird.
Man unterscheidet primär zwischen zwei Arten:
- Basalzellkarzinom (Basaliom): Die häufigste Form. Es wächst meist sehr langsam und bildet fast nie Metastasen. Es tritt oft im Gesicht oder an anderen sonnenexponierten Stellen auf.
- Plattenepithelkarzinom (Spinaliom): Diese Form von weißem Hautkrebs kann entstehen, wenn Vorstufen (wie die aktinische Keratose) unbehandelt bleiben. Es ist etwas aggressiver als das Basaliom und kann in fortgeschrittenen Stadien auch streuen.
- Aktinische Keratose: Das ist die Vorstufe zum Plattenepithelkarzinom. Sie zeigt sich oft als raue, schuppige Stelle, die sich wie Schmirgelpapier anfühlt. Da sie das Potenzial hat, sich zu bösartigem weißen Hautkrebs zu entwickeln, gilt sie medizinisch bereits als Frühform (Präkanzerose).
Weißen Hautkrebs erkennen
Die Symptome von weißem Hautkrebs sind oft unauffällig und werden leicht mit einer harmlosen Hautveränderung verwechselt. Da ihm die dunkle Pigmentierung des schwarzen Hautkrebses fehlt, zeigt er sich meist durch Veränderungen in der Textur oder im Heilungsverhalten der Haut.
Die folgenden Merkmale gelten als klassische Warnzeichen:
- Veränderte Oberflächenstruktur: Betroffene Stellen fühlen sich häufig rau oder schuppig an, vergleichbar mit Schmirgelpapier. Es können sich feste Verhornungen oder Krusten bilden, die nach dem Ablösen immer wieder nachwachsen.
- Optische Auffälligkeiten: Die Haut kann an diesen Stellen rötlich, rosa oder hautfarben-glänzend erscheinen. Oft schimmern feinste Blutgefäße durch die Oberfläche, oder die Stelle wirkt wie ein kleiner, perlmuttartiger Knoten.
- Mangelnde Heilung: Ein zentrales Indiz ist eine vermeintliche kleine Wunde oder ein Pickel, der über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen nicht abheilt. Solche Stellen neigen dazu, schon bei leichter Berührung zu bluten, verkrusten dann wieder, verschwinden jedoch nicht dauerhaft.
Weißen Hautkrebs behandeln
Die Behandlung von weißem Hautkrebs richtet sich nach der Art, der Größe und der genauen Lage der betroffenen Stelle, wobei die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose exzellent sind. In den meisten Fällen ist das Ziel die vollständige Entfernung des Tumorgewebes.
Folgende Behandlungsmethoden kommen häufig zum Einsatz:
- Operative Entfernung (Exzision): Dies ist der Goldstandard. Die betroffene Stelle wird unter örtlicher Betäubung mit einem kleinen Sicherheitsabstand herausgeschnitten. Das Gewebe wird anschließend im Labor untersucht, um sicherzustellen, dass der Krebs vollständig entfernt wurde.
- Photodynamische Therapie (PDT): Bei oberflächlichen Formen oder Vorstufen wird eine spezielle Creme aufgetragen, die die Krebszellen lichtempfindlich macht. Nach einer Einwirkzeit wird das Areal mit einer besonderen Lichtquelle bestrahlt, wodurch die bösartigen Zellen gezielt zerstört werden.
- Kältetherapie (Kryochirurgie): Hierbei wird das Tumorgewebe mit flüssigem Stickstoff vereist. Die extrem niedrigen Temperaturen führen zum Absterben der Krebszellen; die Stelle heilt danach unter Krustenbildung ab.
Vorbeugung von weißem Hautkrebs
Die häufigste Ursache für die Entstehung von weißem Hautkrebs ist die langjährige und intensive Einwirkung von UV-Strahlung, die zu irreparablen Schäden am Erbgut der Hautzellen führt. Da sich diese Zellschäden über Jahrzehnte im „Lichtkonto“ der Haut ansammeln, tritt die Erkrankung besonders häufig in höherem Lebensalter auf.
Um weißen Hautkrebs im Anfangsstadium effektiv zu verhindern oder rechtzeitig zu behandeln, ist ein bewusster Schutz der Hautpartien im Gesicht und am Kopf unerlässlich, da diese Bereiche der UV-Strahlung am stärksten ausgesetzt sind.
Folgende Maßnahmen helfen effektiv bei der Vorbeugung:
- Richtiges Eincremen: Unbedeckte Hautstellen müssen mit einem Sonnenschutzmittel geschützt werden, das einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder 50+) sowie einen Breitbandfilter gegen UVA- und UVB-Strahlen besitzt. Wichtig ist hierbei das regelmäßige Nachcremen, besonders nach dem Baden oder Schwitzen.
- Meiden der Mittagssonne: In der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am intensivsten. Aktivitäten im Freien sollten nach Möglichkeit in die Morgen- oder Abendstunden verlegt oder konsequent im Schatten durchgeführt werden.
- Verzicht auf Solarien: Da künstliche UV-Quellen die Hautalterung beschleunigen und das Krebsrisiko massiv erhöhen, ist ein Verzicht auf Besuche im Sonnenstudio eine der effektivsten Präventionsmaßnahmen.
- Regelmäßige Früherkennung: Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebsscreening beim Facharzt. Diese Untersuchung ermöglicht es, auch kleinste Veränderungen frühzeitig zu entdecken und zu behandeln.
Wie sieht weißer Hautkrebs aus?
Weißer Hautkrebs zeigt sich oft im Gesicht oder am Kopf als perlmuttartiger, glänzender Knoten mit feinen Äderchen oder als raue, rötliche Schuppe, die an Schmirgelpapier erinnert. Typisch ist auch eine vermeintliche Wunde im Gesicht oder am Kopf, die immer wieder blutet und verkrustet, aber über Wochen nicht abheilt.
Was ist ein Basaliom?
Ein Basaliom (Basalzellkarzinom) ist der häufigste helle Hautkrebs. Er bildet fast nie Metastasen, wächst aber lokal zerstörend ins Gewebe. Meist entsteht er durch UV-Schäden an Kopf oder Hals. Früh erkannt, ist er durch eine OP fast immer heilbar. Er gilt daher als „halbbösartig“.
Was ist der Unterschied zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs?
Weißer Hautkrebs (Basaliom/Spinaliom) wächst meist langsam und streut fast nie. Er ist lokal destruktiv, aber selten tödlich. Schwarzer Hautkrebs (Melanom) ist viel aggressiver. Er geht von Pigmentzellen aus, wächst schnell und bildet früh Metastasen. Er ist die deutlich gefährlichere Form.
Kann weißer Hautkrebs streuen?
Beim weißen Hautkrebs kommt es auf die Art an: Das Basaliom (häufigste Form) bildet so gut wie nie Metastasen. Das Spinaliom (Stachelzellkarzinom) hingegen kann in späteren Stadien über Lymphbahnen oder das Blut streuen.
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