Was ist schwarzer Hautkrebs?

Beim sogenannten malignen Melanom entarten die Pigmentzellen der Haut, die häufig durch vorangegangene Sonnenbrände geschädigt wurden. Diese Veränderungen zeigen sich meist als bräunliches oder schwarzes Muttermal, was der Erkrankung ihren geläufigen Namen „schwarzer Hautkrebs“ eingebracht hat. Im Gegensatz zum weißen (hellen) Hautkrebs, der oft rötlich oder hautfarben erscheint und meist lokal begrenzt bleibt, ist das Melanom aufgrund seiner Neigung zur frühen Metastasierung deutlich gefährlicher.

Entgegen der weitverbreiteten Annahme entwickeln sich jedoch nur etwa 10 bis 20 % der Melanome aus einem bereits vorhandenen, gutartigen Muttermal. Die deutliche Mehrheit der bösartigen Veränderungen entsteht stattdessen völlig neu auf zuvor gesunder beziehungsweise unauffälliger Haut.

Schwarzen Hautkrebs erkennen

Voraussetzung für eine optimale Behandlung ist die rechtzeitige Diagnose, um den schwarzen Hautkrebs bereits im Frühstadium sicher als Melanom erkennen zu können. In diesem Stadium ist die operative Entfernung die allererste Option; Betroffene sollten das Melanom entfernen lassen, bevor es tiefere Hautschichten erreicht. Wird der schwarze Hautkrebs im Anfangsstadium erkannt, ist er in der Regel heilbar, da das Melanom in der Oberhaut noch nicht streuen kann.

Verdächtige Stellen erkennt man oft an folgenden Merkmalen:

  • Asymmetrie: Der Fleck ist ungleichmäßig geformt.
  • Begrenzung: Die Ränder wirken verwaschen, gezackt oder unregelmäßig.
  • Farbe: Es zeigen sich verschiedene Farbtöne (von hellbraun bis tiefschwarz).
  • Entwicklung: Der Fleck verändert in kurzer Zeit seine Größe oder Form.

Erst wenn die Zellteilung die tiefere Lederhaut erreicht, reicht eine Operation allein oft nicht mehr aus.

Behandlung von schwarzem Hautkrebs

Die chirurgische Entfernung ist die wichtigste Säule der Therapie beim malignen Melanom. Wird der schwarze Hautkrebs bereits im Frühstadium erkannt, solange er auf die oberste Hautschicht begrenzt ist, sind die Heilungschancen sehr gut. In dieser Schicht fehlen Blut- und Lymphgefäße, sodass eine Streuung biologisch noch nicht möglich ist.

Erreicht der Tumor tiefere Schichten, führen wir die Sentinel Lymph Node Dissection (SLND) durch. Dabei wird ein radioaktives Kontrastmittel um den Tumor gespritzt, das über die Lymphwege zum ersten Filterknoten (Schildwächterlymphknoten) fließt. Dieser wird nuklearmedizinisch lokalisiert, meist unter örtlicher Betäubung entfernt und feingeweblich auf Mikrometastasen untersucht.

Ein negativer Befund bedeutet, dass eine weitere Metastasierung unwahrscheinlich ist. Werden jedoch Mikrometastasen gefunden, erfolgt eine komplette Ausräumung der betroffenen Lymphknotenstation. Dieses Verfahren ermöglicht es, Tochtergeschwülste in Organen wie Leber oder Lunge frühzeitig zu verhindern und den weiteren Verlauf des schwarzen Hautkrebs positiv zu beeinflussen.

Schwarzen Hautkrebs vorbeugen

Das persönliche Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Während biologische Aspekte wie das Lebensalter, der individuelle Hauttyp (besonders helle Hauttypen sind gefährdet) oder eine familiäre Veranlagung unveränderlich sind, spielt die lebenslange Belastung der Haut durch Sonnenlicht eine entscheidende Rolle, die wir aktiv beeinflussen können. Einen absoluten Schutz vor schwarzem Hautkrebs gibt es zwar nicht, doch durch gezielte Prävention und regelmäßige Kontrollen lässt sich das Risiko deutlich senken.:

  • UV-Schutz: Vermeiden Sie übermäßige Sonnenexposition und halten Sie sich nicht zu lange ungeschützt in der Sonne auf. Dies ist der wichtigste Faktor, um die kumulative Strahlenbelastung zu begrenzen.
  • Verzicht auf Solarien: Künstliche UV-Strahlung stellt eine zusätzliche Belastung dar und erhöht das Krebsrisiko nachweislich.
  • Regelmäßige Früherkennung: Das Hautkrebs-Screening richtet sich an Menschen ohne akute Symptome. Gesetzlich Versicherten wird ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre eine kostenlose Untersuchung angeboten. Ziel dieser Vorsorge ist es, den schwarzen Hautkrebs zu entdecken, bevor er tiefer in das Gewebe einwächst oder bereits Metastasen gebildet hat.

Häufige Fragen zu schwarzem Hautkrebs

Wie sieht schwarzer Hautkrebs aus?

Schwarzer Hautkrebs zeigt sich meist als bräunliche oder schwarze Flecken, die flach, erhaben oder knotig sein können. Er ist oft schwer von normalen Muttermalen zu unterscheiden. Charakteristisch sind jedoch häufig asymmetrische Formen, unregelmäßige Ränder sowie eine uneinheitliche Färbung des Flecks.

Wie entsteht schwarzer Hautkrebs?

Ein Melanom entsteht durch die bösartige Entartung von Pigmentzellen (Melanozyten). Hauptursache sind Zellschäden durch UV-Strahlung, insbesondere durch Sonnenbrände. Diese geschädigten Zellen teilen sich unkontrolliert und bilden einen Tumor, der ohne Behandlung in tiefere Schichten vordringt.

Wie wird schwarzer Hautkrebs behandelt

Die operative Entfernung ist die wichtigste Therapie. Im Frühstadium reicht meist ein chirurgischer Eingriff aus. Bei tieferen Tumoren wird zudem der Schildwächterlymphknoten entfernt und untersucht. In fortgeschrittenen Fällen erfolgt eine interdisziplinäre Behandlung inklusive Onkologie.

Wohin streut schwarzer Hautkrebs?

Erreichen die Tumorzellen die Lymph- oder Blutgefäße, können sie im Körper streuen. Zuerst sind meist die regionalen Lymphknoten betroffen (Mikrometastasen). Im weiteren Krankheitsverlauf können sich Tochtergeschwülste in lebenswichtigen Organen wie der Lunge, der Leber oder dem Gehirn bilden.

Wann streut schwarzer Hautkrebs?

Ein Melanom streut, sobald es die Lederhaut erreicht. Solange es sich nur in der Oberhaut befindet, ist eine Metastasierung biologisch unmöglich, da dort Blut- und Lymphgefäße fehlen. Erst durch das vertikale Wachstum in tiefere Schichten erhält der Krebs Anschluss an das Transportsystem.

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